Lexikon

Afokales Glas
Ein brennpunktloses, also optisch wirkungsloses Glas. Verwendet wird es in der Augenoptik als Schutzglas, z.B. in der Sonnenbrille, Arbeitsschutzbrille
 
Ametropie
Abweichung vom normalen Brechungszustand des Auges
 
Aniseikonie 
Bildgrößenunterschied der beiden Netzhautbilder
 
Anisometropie (Ungleichsichtigkeit)
Anisometropie liegt vor, wenn sich bei beiden Augen nicht die gleichen Fernpunktrefraktionen ergeben
 
Aphakie 
Linsenlosigkeit
 
Asphärische Gläser
Die Fläche des Glases weicht von der Kugelform, die ein sphärisches Glas besitzt, ab. Man erreicht damit eine flachere und somit schlankere und schönere Glasform
 
Asthenopische Beschwerden
Die Symptome, welche bei nicht oder mangelhaft kompensierter Heterophorie auftreten, sind oft verschiedenen Natur. In erster Linie sind asthenopische Beschwerden auf die übermäßige Anstrengung des Nerven- und Muskelapparates zurückzuführen. Muskuläre Astenophie äußert sich, wie Astenophie mit anderen Ursachen, in Form von Kopf- oder Augenschmerzen, Brennen oder Jucken und oftmals Rötung der Augen. In schweren Fällen kann es bis zur Übelkeit und zu Erbrechen führen.
 
Akkomodation
Die Fähigkeit des menschlichen Auges, sich so einzustellen, dass ein Objekt in jeder beliebigen Entfernung scharf gesehen wird.
 
Astigmatismus 
Augenlinse oder Hornhaut weisen in unterschiedlichen Richtungen (z.B. 0·/90·) nicht die selbe Krümmung auf. Dies führt zu einer nicht punktuellen Abbildung und damit zur Verzerrung der Abbildung auf der Netzhaut .
 
Auflösungsvermögen 
Fähigkeit eines optischen Gerätes, zwei eng nebeneinander liegende Objekteinzelheiten voneinander zu trennen (Visus, Sehschärfe).
 
Bifokalglas
Zweistärkenglas mit eingearbeitetem Nahteil.
 
Bildschirmarbeitsplatz 
Anhaltendes, konzentriertes Arbeiten am Bildschirm kann eine verborgene Sehschwäche hervortreten lassen.
 
Brechungsindex 
(Abk. n) Materialkonstante, die für die Ausbreitung einer elektromagnetischen Welle (Lichtwelle) in dem betreffenden Stoff maßgeblich ist.
 
Brechzahl 
Siehe Brechungsindex
 
Brille 
Sie besteht aus zwei Brillengläsern und einer Fassung (oder einer Garnitur für randlose Brillen). Sie wird vor beiden Augen getragen und dient bei Fehlsichtigkeit als Sehhilfe oder als Schutz für die Augen.
 
Dioptrie
Einheit der Fehlsichtigkeit (Abk. dpt). Es ist der Kehrwert des Brennwertes in Metern.
 
Diplopie 
Doppeltsehen; Störung des beidäugigen Sehens.
 
Dreistärkenglas
siehe Mehrstärkenglas
 
Einstärkenglas 
Glas wird zur Korrektion der Fehlsichtigkeit oder als einfache Unterstützung beim Lesen verwendet.
 
Emmetropie
Rechtsichtigkeit
 
Esophorie
Latentes (verborgenes) Einwärtsschielen.
 
Exophorie
Latentes (verborgenes) Auswärtsschielen.
 
Fusion
In der physiologischen Optik die Verschmelzung der Seheindrücke beider Augen zu einem einzigen Bild.
 
Glasbläser 
Zum Glasblasen wird ein Schutzglas benötigt. Das Spezialfilterglas Didymium absorbiert das gelbe Natriumlicht (bei 593nm).
 
Gleitsichtglas 
Progressivglas; der Fernteil des Brillenglases geht ohne Trennlinie oder Bildsprung stufenlos in das Nahteil über. Es ist kein Nahteil zu sehen.
 
Grauer Star 
Katarakt; Trübung der Augenlinse.
 
Grüner Star 
Glaukom; Augenerkrankung, äußert sich durch Erhöhung des Augeninnendrucks.
 
Heteropie 
Latenter (nicht sichtbarer, verborgener) Stellungsfehler.
 
Hyperopie 
Weitsichtigkeit; Übersichtigkeit; häufigste Ursache: parallel einfallende Lichtstrahlen haben ihren Brennpunkt, aufgrund der kürzeren Baulänge des Auges oder der zu schwachen Brechkraft der Augenmedien, erst hinter der Netzhaut.
 
Kinderbrille
Eine Brille mit Gläsern, die durch ein besonderes Design sehr schlank sind (Starbrille).
 
Konkavlinse
Zerstreuungslinse; Minuslinse
 
Kontaktlinse
Dünne Linse, die direkt auf die Hornhaut aufgesetzt wird, um auf diese Weise die Fehlsichtigkeit des Auges zu korrigieren.
 
Konvergenz
Einwärtsbewegung der Fixierlinien beider Augen.
 
Konvexlinse
Sammellinse; Pluslinse.
 
Kunststoffglas
Organisches Brillenglas, leichter als Mineralgläser. Die Kratzfestigkeit wird durch bestimmte Schichten, z.B. Parolit, erhöht. Der Brechungsindex liegt meist zwischen 1,45 und 1,67.
 
Lupenbrillen
 
Binokulare vergrößernde Sehhilfen, die das Bild auf der Netzhaut vergrößern. Einsatz ab einer Addition größer als 4,00 dpt
 
Mehrstärkenglas
Es gibt mehrere Ausführungen mit sichtbar abgegrenzten Bereichen, die unterschiedliche optische Wirkungen aufweisen, z.B. Bifokalglas, Trifokalglas
 
Mittendicken-Reduzierung nach Formskizze
Bei Fertigung nach Formskizze lassen sich für Plusgläser die optimalen Durchmesser, Dicken und Gewichte berechnen. Formskizzenfertigung kann auch angewendet werden, wenn Bedingungen wie Mindestranddicken für Nylor, Randdicken für Bohrbrillen oder Rand- und Mittendickenangleichung berücksichtigt werden sollen.
 
Myopie
Kurzsichtigkeit; häufigste Ursache: parallel einfallende Lichtstrahlen haben ihren Brennpunkt, aufgrund der längeren Baulänge des Auges oder der zu starken Brechkraft der Augenmedien, schon vor der Netzhaut.
 
Nachtmyopie
Kurzsichtigkeit, die bei abnehmender Helligkeit eintritt und Werte um -1,0 Dioptrien annehmen kann.
 
Ophthalmologie
Augenheilkunde; Lehre von der Erkennung und Behandlung der Augenkrankheiten.
 
Optik
Allgemeine Bezeichnung sowohl für den subjektiven Vorgang des Sehens (biologische Optik, Wahrnehmung durch das Auge) als auch für objektive Vorgänge (physikalische Optik).
 
Phototrope Brillengläser
Sie verändern unter der Einwirkung von elektromagnetischer Strahlung (UV-Strahlung, vorwiegend UV-A Strahlung) ihre Lichtdurchlässigkeit. Bei nachlassender Strahlung hebt sich der Effekt wieder auf, die Gläser werden wieder hell.
 
Polarisation 
Bei der Reflexion oder beim Durchgang des Lichts durch sogenannte doppelbrechende Kristalle kann eine Schwingungsrichtung unterdrückt und eine bevorzugt werden. Der Effekt lässt sich zur Beseitigung von Spiegelungen (Straßenbelag, Wasseroberfläche) einsetzen. Gut geeignet sind polarisierende Gläser auch für Sportarten wie Segeln, Angeln, Motorsport
 
Presbyopie
Alterssichtigkeit, die Fähigkeit in der Nähe scharf zu sehen nimmt mit zunehmendem Alter ab. Grund dafür ist die nachlassende Elastizität der Augenlinse
 
Prismenbrille
Brille, die mit einem Prisma, also mit prismatisch wirkenden Gläsern versehen ist. Sie dient zur Korrektion von latentem oder manifestem Schielen. Es können auch Mehrstärkengläser mit unterschiedlichen prismatischen Wirkungen in der Ferne und Nähe hergestellt werden
 
Progressivglas
Siehe Gleitsichtglas.
 
Sehschärfe
Die Fähigkeit des Auges, dicht nebeneinander liegende Einzelheiten eines Objekts (Punkte oder Linien) getrennt wahrnehmen zu können (Auflösungsvermögen).
 
Sportbrillen 
Auf einzelne Sportarten spezialisiert Brillen, z.B. zum Tauchen, Radfahren, Skifahren, Segeln, Segelfliegen, Angeln.
 
Starbrille
Die Gläser müssen die brechende Wirkung der Augenlinse ersetzen, die nach einer Staroperation (Grauer Star) entnommen werden musste. Heute werden bei Staroperationen nach der Entfernung der getrübten Linse hauptsächlich künstliche Augenlinsen eingesetzt. Bei Kleinkindern ist dies nicht möglich. Für sie gibt es bestimmte Kinderbrillengläser, die durch ein besonderes Design sehr schlank ausfallen.
 
Strabismus 
Manifestes (sichtbares) Schielen.
 
Schielen
Siehe Strabismus und Heteropie.
 
Taucherbrille 
Auf die vorhandene Plan-Schutzscheibe können Taucherbrillengläser in den Ausführungen Einstärken- und Mehrstärken aufgekittet werden.
 
Trifokalglas 
Siehe Mehrstärkenglas.
 
Visus
Siehe Sehschärfe.



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